Live aus dem Falkenkasten

Live aus dem Falkenkasten

Ein Turmfalkenpaar zieht inzwischen regelmäßig seinen Nachwuchs an unserem Faßberg-Campus auf. Doch wie läuft so eine Brut und Aufzucht ab? Dank unseres Falkenkastens mit integrierter Kamera können wir unsere Turmfalkenfamilie live verfolgen.

Gebaut von unserer Tischlerei und mit Technik ausgestattet von unserem IT & Elektronik Service sowie der Betriebstechnik war der neue Falkenkasten im März 2024 einzugsbereit. Bald darauf hat das Falkenpaar den Kasten hoch oben an Turm 6 bezogen. Die Brut war besonders groß – aus jedem der sechs Eier schlüpfte ein flauschiges Küken. Dank eingebauter Kamera konnten wir die Aufzucht der Falkenküken erstmals rund um die Uhr mitverfolgen.

Auch 2025 war die Falkenkamera wieder in Betrieb. Aus sechs Eiern schlüpften zwei Küken, die Anfang Juni als stattliche Jungvögel das Nest verließen.

 

Unsere Falkenkamera im Rückblick

Falkenkamera 2025

Turmfalke sitzt in einem hölzernen Nistkasten an einer Betonwand.

Daten im Blick

8. April: Erstes Ei gelegt
18. April: Sechstes Ei gelegt
13. Mai: Zwei Küken geschlüpft
9. Juni: Erster Ausflug
Zwei Vogelschwänze auf einer Oberfläche aus Holzspänen.
Turmfalke schaut auf ein Ei, das zwischen seinen Beinen liegt.
Turmfalke sitzt auf Holzspänen im Sonnenlicht, unter ihm ein Ei.
Ein männlicher Turmfalke in einer Holzkiste mit zwei Eiern und Holzspänen.
Weiblicher Turmfalke sitzt in einem Nest mit einem frisch geschlüpften Küken.
Ein Turmfalkenweibchen in einem Nest mit zwei geschlüpften Küken und mehreren Eiern auf Holzspänen.
Ein Turmfalke sitzt schützend auf mehreren Eiern und zwei Küken in einem Nest. Der Vogel ist aufmerksam und bewacht seinen Nachwuchs.
Zwei flauschige Küken kuscheln auf braunen Eiern in einem Nest aus Holzspänen und schlafen.
Ein Turmfalkenweibchen sitzt in einem Nest mit zwei flauschigen Küken auf einer Unterlage aus Holzspänen und kuschelt.
Zwei flauschige Küken, die sich spielerisch necken, neben mehreren braunen Eiern auf Holzspänen.
Turmfalkenmännchen beobachtet seine flauschigen Küken neben einem ungeschlüpften Ei im Nest.
Turmfalkenküken wird im Nest von Weibchen gefüttert.
Zwei Turmfalkenküken im Nest mit ersten Federn, eins der Küken frisst selbstständig eine Maus.
Zwei junge Turmfalken im Nistkasten mit vielen Federn und wenig Flaum. Einer der Vögel macht Flugübungen und flattert mit den Flügeln.

Falkenkamera 2024

Ein Turmfalke ruht auf einem hölzernen Nistkasten, der an einer Betonwand befestigt ist.

Daten im Blick

15. April: Erstes Ei gelegt
26. April: Sechstes Ei gelegt
20. Mai: Erstes Küken geschlüpft
22. Mai: Sechstes Küken geschlüpft
20. Juni: Erster Ausflug
 
Aus über 900 Stunden Videomaterial haben wir die besten Momente aus 2024 zusammengeschnitten. Erleben Sie im Schnelldurchlauf, wie unser Turmfalkenpaar im <em>BioDiversum</em> ihr Zuhause bezog, sechs Eier ausbrütete und die Küken erfolgreich großzog.

Best of: Falkenkamera 2024

Aus über 900 Stunden Videomaterial haben wir die besten Momente aus 2024 zusammengeschnitten. Erleben Sie im Schnelldurchlauf, wie unser Turmfalkenpaar im BioDiversum ihr Zuhause bezog, sechs Eier ausbrütete und die Küken erfolgreich großzog.
https://www.youtube.com/watch?v=NfDJFsB1vo8

Gut zu wissen

1. Unterscheidung Männchen / Weibchen: Das Turmfalkenmännchen erkennen Sie an seinem hellgrauen Kopf und den hellgrauen Schwanzfedern mit schwarzer Endbinde. Das Weibchen ist einheitlich rotbraun gefärbt mit dunklen Querbändern an Rücken und Schwanz.
2. Eiablage: ​Turmfalken legen in der Regel drei bis fünf (maximal sieben) Eier im Abstand von ein bis zwei Tagen.
3. Brüten & Schlüpfen: Das „feste“ Bebrüten – hauptsächlich durch das Weibchen – beginnt erst ab dem vorletzten oder letzten Ei, damit möglichst alle Küken gleichzeitig schlüpfen. Während der Brutzeit wird das Weibchen vom Männchen mit Nahrung, wie zum Beispiel Mäusen, versorgt. Die Jungen schlüpfen nach etwa 27 bis 29 Tagen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass nicht aus allen Eiern Jungvögel schlüpfen. Mögliche Gründe können beispielsweise unbefruchtete Eier, genetische Anomalien oder ungünstige Brutbedingungen hinsichtlich Wetter und Nahrungsverfügbarkeit sein.
4. Aufzucht: Es ist ganz natürlich, dass nicht immer alle Vogelküken das Nest verlassen. Die kleinsten und schwächsten der Geschwister haben es meist schwer, sich durchzusetzen. Der Bruterfolg hängt stark von Nahrungsangebot und Witterung ab. Auch kann es passieren, dass verstorbene Küken an die übrigen Jungen verfüttert werden – was grausam klingt, ist für die Elterntiere normal und sinnvoll in Anbetracht der aufwendigen Futterbeschaffung. So erhöhen sie die Überlebenschancen für die restlichen Jungtiere.
5. Auszug: Nach etwa vier Wochen Aufzucht machen die Jungen ihre ersten Flugübungen – sie werden flügge und in den weiteren Wochen Schritt für Schritt selbstständiger, bis sie bereit sind, eigenständig zu jagen und sich ein eigenes Revier zu suchen. Die jungen Falken werden nun nicht mehr von ihren Eltern gefüttert. Nur sporadisch wird noch im „Elternhaus“ vorbeigeschaut. Im Juli / August löst sich das Familienband nach und nach auf und der Nachwuchs fliegt aus in die große weite Welt.

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